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Das T-Shirt einer Führungskraft

„Taten zählen mehr als Worte“ stand kürzlich auf dem T-Shirt einer Seminarteilnehmerin. Nach spontaner Zustimmung kamen mir jedoch Zweifel.

Das Wort „Asyltourismus“ fiel mir zum Beispiel ein, aus dem Mund von Ministerpräsident Söder. Eine, in meinen Augen, zynische und verachtungsvolle Bezeichnung flüchtender Menschen. Oder „Anti-Abschiebungs-Industrie“ als kraftmeierndes und Beifalls heischendes Wort von Alexander Dobrindt, mit dem er Menschen verunglimpft, die auf Basis unserer Verfassung und Gesetze, anderen Menschen in Not helfen.

Am widerlichsten ganz sicher aus Richtung der AfD, nachdem Claudia Roth deren Fraktion zurechtgewiesen hatte und es auf der Website der AfD-Fraktion bei den Kommentaren u.a. hieß: „Dich Vieh werden wir am Klavierdraht am Fleischerhaken aufhängen.“

Wollen wir das als den heute üblichen „Shitstorm“ achselzuckend hinnehmen? Sind die Worte der CSU-Politiker entschuldbar „weil halt Wahlkampf ist in Bayern“? Ich meine: Wir müssen uns dagegen wehren. Weil, was heute noch Worte sind, morgen Taten zur Folge haben wird.

Worte können viel, viel mächtiger sein als Taten. Sie bereiten diesen nämlich erst ihren Weg. Lassen Sie uns einen Beitrag dafür leisten, dass dieser Weg uns alle zu mehr Miteinander führt. Nicht Gegeneinander!