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Der rote Hut

„Individualität bereichert uns und Querdenker bringen uns voran“, so reden vermutlich die meisten von uns. Aber glauben wir wirklich was wir sagen?

Kürzlich saß ich in der S-Bahn zum Flughafen, als mir aus der grauen Masse ein Mann mit einem knallroten und breitkrempigen Hut entgegen kam. „Da will wohl jemand um jeden Preis auffallen! Schreit der Hut nicht ,Bitte liebt mich‘? Meine Zeit, wie peinlich!“ In meinen Gedanken war mein innerer ,Richter Gnadenlos‘ so schnell gewesen, dass der ,Ausgleichende Toleranzler‘ keine Chance mehr hatte.

Beruhigend zu wissen, dass Vorurteile dieser Art absolut normal sind. Aber wirklich hilfreich sind sie eben auch nicht; nehmen sie uns doch oft die Chance etwas Neues zu entdecken – zum Beispiel den Reichtum, der im Anders-Sein eines Kollegen oder Mitarbeiters liegen kann.

PS: Die aktuelle Frauen-in-Führungspositionen-Diskussion lässt grüßen. Nachweislich verbessern Frauen im Team die Qualität der Lösungen. Aber laut einer Studie des Fraunhofer-Institutes nehmen Männer die Gedanken und Ansätze vor allem als befremdlich wahr ... Wann wir's wohl mal kapieren?!