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Die Freiheit als Unternehmer

"Selbständig zu sein, heißt doch nichts anderes als selbst ständig arbeiten zu müssen", klagte mir vor einigen Jahren ein Unternehmer sein Leid. Ein typischer Gedanke vieler meiner Kunden, die das Gefühl haben, durch ihre Verantwortung letztlich in einem Gefängnis gelandet zu sein, wo unternehmerische "Freiheit" und "Selbstbestimmtheit" zu reinen Worthülsen verkommen sind.

Und wenn ich ehrlich bin, geht es mir als Einzelunternehmer auch oft so. Meine Fähigkeit an einem Feiertag zu arbeiten ist groß, schließlich hat man nie diese unglaubliche Ruhe, um konzentriert an einer komplexen Aufgabe arbeiten zu können. Meine Fähigkeit unter der Woche frei zu machen, muss ich immer wieder aufs Neue trainieren. Mein persönlicher Pflicht-Anteil ist doch viel größer, als der innere Genuss-Anteil.

Umso schöner war es gestern, an einem Mittwoch, einfach in die Berge zu fahren und beim ersten Schnee dieses Jahres fünf Stunden zu wandern, zu schwitzen und einfach die große Stille der Natur zu genießen. War das schon wie ein persönliches Geschenk an mich, hatte es auch tolle Folgen: eine durchgeschlafene Nacht, viel Schwung am Morgen und heute im Büro viel Lust und Kraft zum Schaffen.

Kennen Sie das auch, diese innere Ambivalenz zwischen Pflicht und Genuss? Wie gehen Sie damit um? Wie finden Sie eine wohltuende Lösung? Schreiben Sie mir