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Ein Freund des Unternehmens

Etwas Außergewöhnliches habe ich da erlebt, in der Anfangsphase des Workshops eines Unternehmers mit seiner Führungsmannschaft. Weil einer der Bereichsleiter wusste, dass er im Laufe des Tages auch einige kritische Punkte beim Chef würde ansprechen müssen, erzählte er zu Beginn etwa zehn Minuten lang, was ihm „Freundschaft“ in seinem Leben bedeutet.

Immer für den anderen da zu sein, wenn er Hilfe braucht. Gemeinsam durch schwierige Phasen durch zu gehen, ohne Zweifel haben zu müssen, dass das Band zwischen den Menschen vielleicht nicht halten könnte. Sich gegenseitig die eigene innere Wahrheit direkt ins Gesicht zu sagen – nicht obwohl man in Freundschaft verbunden ist, sondern gerade weil das so ist.

Diese kleine Ansprache hat jeden in der Runde angesprochen und berührt. Und sie hat einen großartigen Boden bereitet für die inhaltliche Diskussion an diesem Tag. Tatsächlich beeindruckend: Alle kritischen Punkte kamen auf den Tisch. Und am Abend waren alle äußerst zufrieden, die Führungskräfte genauso wie der Unternehmer.

Es ist und bleibt einfach so: Eine intakte Beziehungsebene zwischen uns Menschen lässt die sachlichen Probleme (meist) sehr entspannt lösen.