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Mensch & Maschine

Wenn ich als Berater neu in ein Unternehmen komme, zumal wenn es ein produzierender Industriebetrieb ist, werde ich oft mit ziemlicher Reserviertheit begrüßt, haben doch gerade Techniker, die viel mit Maschinen zu tun haben, oft große Skepsis, wenn da jemand vor ihnen steht, der mit diesem „zwischenmenschlichen Gedöns“ zu tun hat.

Umso mehr hat es mich vergangene Woche gefreut, als ein Meister aus der Wartung im Interview ganz selbstverständlich erklärte: „Die Produkte, die wir produzieren, sind nur so gut wie unser Personal es ist.“ Ui! Nicht „wie die Maschinen es sind“, nein: die Menschen.

Seine Erklärung dazu war absolut einleuchtend: bei aller Hochtechnisierung der Maschinen, werden diese letztlich immer von Menschen bedient. Und jedes falsche Verständnis über die Funktionsweise der Maschine, jeder falsche Handgriff, kostet am Ende des Fließbandes Qualität, oder Geld, oder Zeit oder alles zusammen.

Leider sehen das viele seiner Kollegen (noch) ganz anders. Die forderten im Interview ganz klassisch: neue und bessere Maschinen!