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Mit Diane Kruger im ICE

Der Griff zur „mobil“ (12/17) hatte sich gelohnt: Diane Kruger beschreibt darin eine sehr persönliche Erfahrung, die sinngemäß auch viele meiner Unternehmer-Kunden mit ihr teilen. Deshalb hier, für alle Leser dieses Blogs, die entscheidende Passage. Mit herzlicher Empfehlung zur Nachahmung!

mobil: Sie haben 2009 eine vierjährige Psychotherapie begonnen. Aus welchem Motiv?

Kruger: Ich suchte einen Schlüssel, um wiederkehrende Probleme in meinem Leben zu lösen, und das ging am besten mit einer unparteiischen Person. Ich kann es nur jedem empfehlen, die Gespenster aus dem eigenen Kopf zu vertreiben. Man gewinnt seine Leichtigkeit zurück, wenn man begreift, dass man sich nicht vor der Traurigkeit schützen kann, ohne sich vor dem Glück zu schützen. Hinzu kommt etwas, das für Außenstehende schwer zu verstehen ist. In meinem Leben wollen ständig tausend Leute etwas von mir. In der Therapie dagegen ging es ausschließlich um mich. Mein Telefon war ausgeschaltet, und jemand hörte mir mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu, ohne Urteile über mich zu fällen. Schon das allein hat mir sehr geholfen.