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Kapitulieren ist großartig!

Lange gekämpft haben, alles reingeworfen haben, was man hat, durchgehalten haben - und trotzdem erkennen, dass man nicht als Sieger rauskommen wird aus der ganzen Sache. Irgendwann dann eine Entscheidung treffen: "Ich gebe auf. Ich kapituliere." Vermutlich sind wir uns einig: das fühlt sich in dem Augenblick alles andere als großartig an, sondern einfach nur mies.

Im Englischen heißt Kapitulation „surrender“. Den Kampf aufgeben. „Surrender“ hat aber noch eine zweite Bedeutung; es steht auch für „Hingabe“. „To surrender“: sich etwas hingeben, sich auf etwas einlassen. Im Yogakurs heißt es an dessen Ende oft „Surrender your body to the floor“, frei übersetzt: lass Dich und Deinen Körper in den Boden hinein sinken. Gib Dich hin.

Und genau darauf bezieht sich der Titel dieses Blogs. Wie großartig ist es eben loszulassen: die körperliche und mentale Anspannung hinter sich lassen, nicht mehr kämpfen müssen, nicht mehr stark sein müssen, sondern alles genau so annehmen, wie es gerade ist. Weil es so ist, wie es ist - und ich daran nichts ändern kann.

Kapitulieren ist im ersten Moment schrecklich (aufgeben müssen) und kann im zweiten wundervoll sein (sich einlassen dürfen).

Vielleicht mögen diese Gedanken Ihnen eine kleine, hilfreiche Brücke bei der Bewältigung der aktuellen Corona-Lage sein.

Gegen die Existenz des Virus und seine starken Auswirkungen auf unser tägliches Leben - dagegen lohnt kein Kampf. Was sich lohnt: auf das, wie es ist, sich einzulassen. Es anzunehmen. Das beste daraus zu machen. Mir persönlich hilft diese Haltung gerade sehr. Trotz eines wirtschaftlich extrem durchwachsenen Jahres, geht es mir persönlich einfach großartig und ich genieße mein Leben mit allem, was es mir bietet.

Und Sie? Wie gelingt es Ihnen, einen guten Umgang damit zu finden? Antworten