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Sean Connery

Meine 16-jährige Nichte schickte mir zum Geburtstag ein wundervolles Zitat von Sean Connery: „Manche Leute altern, andere reifen.“ Das hat natürlich was, so ein Spruch von der Jugend ans Mittelalter.

Wer altert nun und wer reift? Ich meine: Alt werden wir, wenn wir aufhören neugierig zu sein und uns von den Veränderungen des Lebens nicht mehr faszinieren lassen. Wenn wir meinen, alles schon zu kennen und nichts anderes mehr vom Leben erwarten als „mehr vom selben“.

Deshalb ist „Reife“ auch kein Zustand, den man einmal erreicht hat und auf dem man sich ab diesem Zeitpunkt ausruhen kann, sondern es ist letztlich ein ewiges Sich-Bemühen. Immer wieder neu den Blick auf die Welt zu richten, alte Einsichten durch neue ersetzen und mit dem Lernen nicht aufhören zu wollen.

Dazu passt auch, was Eckart von Hirschhausen in seinem Buch „Die bessere Hälfte“ berichtet: Wir haben zu einem großen Teil selbst in der Hand, wie alt wir uns fühlen. Bei gleichem genetischen Risiko werden Menschen, die positiv aufs Alter blicken, nur halb so oft dement wie Schwarzseher. Keine Esoterik, sagt Hirschhausen, sondern aktueller Stand der Wissenschaft, der Epigenetik.

„Bingo!“, kann man also rufen, wenn man gereift und gleichzeitig jung geblieben ist. Im Idealfall darf man dann auch noch so gut aussehen wie er, der große Sean Connery.