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Surfen im Winter

„Es ist nicht so schlimm wie es aussieht“ meinte eine Surferin zu mir, als sie sich bei 0 Grad Außentemperatur fertig machte auf ihr Brett zu steigen um die berühmte Welle im Englischen Garten zu surfen. Doch selbst wenn ich surfen könnte – ich hätte trotzdem nicht mitmachen wollen.

Andererseits ist es offensichtlich: diese Menschen hier haben Spaß, das ganze Jahr über. Sie genießen ihren Sport, das Wasser, die Luft, sicher auch: das Publikum, und das tolle Gefühl im ganzen Körper. Äußerst lebendig das alles!

Was unterscheidet diese Community von Otto Normalverbraucher? Nun, außer ihrem technischen Können, ist es vor allem eines: bevor sie es zum ersten Mal ausprobierten im Winter zu surfen, konnten sie sich vorstellen, dass das ein, pardon, geiles Lebensgefühl sein muss. Das Bild, das sie von sich selbst auf der Welle im Kopf hatten, war für sie so attraktiv, so anziehend, dass sie alle Bedenken hintenanstellten.

Deshalb ein kleiner Denkanstoß für uns alle: Was hindert uns, etwas zu tun, von dem wir ahnen, wie gut es uns tun würde, wir aber den Mut nicht aufbringen, es zu tun? Es könnte sein, dass unsere inneren Bilder von dieser Tätigkeit noch viel zu schwach oder sogar negativ besetzt sind. Und wer wollte bei so einer Aussicht den ersten Schritt machen?

Also: Malen Sie sich Ihre Bilder. Im Kopf. Und zwar so attraktiv-anziehend, dass Sie, wenn sie damit fertig sind, nichts mehr auf Ihrem Stuhl hält. Viel Erfolg dabei!