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Verblüfftes Staunen

Es gibt Momente wo ich, auch nach so vielen Jahren in der Entwicklung von Teams, immer noch verblüfft staunen kann. Vergangene Woche war es einmal wieder so weit.

Ein Unternehmer und seine Bereichsleiter hatten sich im Sommer 2009 zum ersten Mal getroffen, um über ihre Kommunikation und Zusammenarbeit zu sprechen. Der Prozess war damals zwar sehr ordentlich gestartet, aber die vorausgegangen Jahre hatten doch deutlich ihre Spuren gezeigt. Es war recht mühsam, den Leitern klare Äußerungen an ihren Chef zu entlocken, mit denen sie sagen, was sie wirklich denken.

Und jetzt? Tatsächlich: ein halbes Jahr später, war es schon (fast) Selbstverständlichkeit und damit auch die reine Freude. Eindeutiges Hinterfragen, klare Statements und offener Diskurs über zwei Tage hinweg. Woran lag es und weshalb funktionierte hier so gut, was bei vielen anderen Teams oft nicht in diesem Tempo und Qualität gelingt?

Ich glaube, es war zum einen die echte Bereitschaft der Leiter, an dem unbefriedigenden Miteinander wirklich etwas ändern zu wollen. Und es war auf der anderen Seite der Unternehmer selbst, der mit der geäußerten Kritik auch im vergangenen halben Jahr immer konstruktiv umgegangen war und keinen der Leiter negativ sanktioniert hatte. Da wittern alle Morgenluft. Das macht natürlich Mut. Auf beiden Seiten.

Die Gruppe ist mit dem Erreichten schon sehr zufrieden. Aus Erfahrung weiß ich aber: es geht noch viel, viel mehr. Also dran bleiben!