Warum weniger Wissen mehr Klarheit bringen kann

Er konnte früher auf jede Frage eine Antwort geben.
Heute kann er es nicht mehr.

20 Jahre Geschäftsführer und Inhaber liegen hinter meinem Coachee. Zum Ende des Jahres steht sein Wechsel in den neu gegründeten Beirat an.

Obwohl er sich frei dafür entschieden hat und auch weiß, wie richtig dieser Schritt ist – trotzdem ist aktuell Krise bei ihm angesagt.

All die Jahre war seine Arbeit gekennzeichnet vom Probleme lösen. Anfangs drei Mitarbeiter, heute über 300. Er war immer informiert, immer im Detail dabei.

Die letzten zwei Jahre nun hat er den Wechsel in den Beirat vorbereitet, sich immer mehr rausgezogen, aus dem Tagesgeschäft. Seine Geschäftsführer-Kollegin hat sukzessive alles übernommen.

So bekam er mehr Abstand zu den Themen, zu den Menschen … und in der Folge das Problem, dass er immer öfter helfen wollte, es aber nicht mehr konnte. Anspruch und Wirklichkeit klafften immer weiter auseinander.

Frust, Selbstzweifel und Energieverlust machten sich breit. Energie und Feuer? Immer öfter Fehlanzeige.

In unserem Gespräch habe ich schätzungsweise 20 oder 30 Fragen gestellt. Keinen einzigen „schlauen“ Satz gesagt.

Dann fiel bei meinem Coachee ganz plötzlich der Groschen: Ich muss ja auch keine Antworten mehr liefern. Ich bin ja zu absolut nichts mehr verpflichtet!

Mit diesem Gedanken fiel auf einen Schlag all das ab, was ihn Monate lang belastet hatte. Der Druck war weg. Wie er es wortwörtlich beschrieb:

Ein Befreiungsschlag.
Endlich wieder frei denken.
Ich kann wieder mein Glücksgefühl spüren.
Es ist, wie plötzlich anders atmen zu können.

Viele Führungskräfte erleben genau das:
Ihr Erfolgsprinzip funktioniert immer seltener.
Und irgendwann wird es zur Grenze.

Wenn Sie an einem Punkt sind, an dem Ihr bisheriges Erfolgsprinzip nicht mehr greift – und Sie merken, wie Energie verloren geht: Dann lassen Sie uns das gemeinsam anschauen.

Oft liegt die Lösung näher, als es scheint.

INTERESSE
AN EINEM
EINZEL
COACHING

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