Der größte Irrtum vieler Führungskräfte

Interessante und feine Weinprobe im Kreis einiger Manager. Erzählt der Sommelier eine lehrreiche Geschichte:

Auf einer Blindverkostung, die ausschließlich von Fachleuten besucht war, durften diese ihre Bewertungen für die einzelnen Weine ausschließlich schriftlich abgeben. Keiner wusste also, wie die anderen den verkosteten Wein bewertet hatten. Allein der eigene Geschmacksinn entschied.

Die Auswertung der Bögen zeigte, dass einzelne Weine von den einen als „großartig“ und „außergewöhnlich“, von anderen dagegen als „Plörre“ und „nicht trinkbar“ beschrieben wurden.

Das zeigt einmal mehr, dass die eigene Meinung beeinflussbar ist, wenn man weiß, wie Freund oder Feind unter den Kollegen sich positioniert haben. Von dieser Beeinflussung dürfte kaum ein Mensch frei sein.

Und es gibt eine schöne Parallele zum Thema Führung.

Denn weder beim Wein noch beim Führen von Menschen gibt es ein objektives Richtig oder Falsch. Da können noch so viele Bücher geschrieben werden, wie „man es richtig macht“. Alle echten und vermeintlichen Experten können fachsimpeln solange sie wollen.

Am Ende jedoch ist es einzig und allein der Mitarbeiter, der seine höchstpersönliche Entscheidung trifft:

Daumen rauf, oder Daumen runter. Von Dir, Chef, lasse ich mich führen – oder eben nicht. Und mit diesem in der Praxis ja nicht ausgesprochenem Feedback muss der Chef dann leben, zumindest fürs Erste.

Ob es ihm nun schmeckt oder nicht.

 

Bildquelle: ChatGPT

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