Zum Geburtstag hatte meine Nichte mir ein Zitat von Sean Connery geschickt: „Manche Leute altern, andere reifen.“ Das saß!
Und es hat mich an die vielen Führungsteams erinnert, die ich seit 30 Jahren erlebe. Manche wirken lebendig und wach. Andere eher müde und schwer.
Ich denke: wir altern, wenn wir aufhören neugierig zu sein. Wenn uns die Veränderungen des Lebens nicht mehr faszinieren. Wenn wir glauben, alles schon zu kennen und nur noch „mehr vom selben“ erwarten. Und sei es nur: noch mehr Chaos in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.
Reife ist für mich etwas anderes. Reife ist ein ständiges Bemühen. Immer wieder neu auf die Welt schauen. Alte Einsichten durch neue ersetzen. Sich berühren lassen von dem, was sich verändert. Und nicht aufhören wollen zu lernen – als Mensch und als Führungsteam. Das macht lebendig. Das hält den Unternehmergeist wach.
Eckart von Hirschhausen schreibt in „Die bessere Hälfte“: Wir haben selbst in der Hand, wie alt wir uns fühlen. Menschen, die positiv aufs Alter schauen, werden bei gleichem Risiko deutlich seltener dement als Schwarzseher. Epigenetik, keine Esoterik. Unsere Haltung formt also unser Erleben – und sogar die Zukunft unseres Gehirns.
„Bingo!“ kann ein Führungsteam also rufen, wenn es reift und gleichzeitig jung geblieben ist. Neugierig. Lernbereit. Berührt von der Welt.
Im Idealfall darf es dann auch noch eine so souveräne Ausstrahlung haben wie Sean Connery. Für mich ist das die Qualität, die ein lebendiges Unternehmertum im Topmanagement möglich macht.
Welche Erfahrungen hast Du mit reifen, neugierigen Führungsteams gemacht? Schreib es mir gerne hier