Was zwischen Lesen und Reagieren passiert

Du willst weniger Stress mit deinem Führungsteam?

Dann trainiere nicht nur Worte – trainiere innere Stimmen.

In einem Seminar erzählte mir eine Führungskraft eine spannende Szene. Sie bekommt E-Mails von einem Mitarbeiter, den sie nicht mag. Und jedes Mal, wenn sie seine Zeilen liest, sieht sie ihn vor sich. Sie hört seine Stimme im Kopf. Vorlaut. Belehrend. Sie liest also nicht nur Worte – sie hört ihre innere Version von ihm. Und genau diese innere Stimme macht sie schon beim Öffnen der Mail müde.

Albert Mehrabian zeigte schon in den 60er Jahren: Die Wirkung einer Aussage hängt fast nur von Tonfall und Körpersprache ab, nicht vom Inhalt. In E-Mails fehlen beides. Also ergänzt unser Kopf die Lücken. Wir legen unseren Film über den anderen. Unsere innere Stimme spricht – und färbt jede Zeile ein. Aus neutral wird Angriff. Aus sachlich wird kalt. Aus kurz wird unhöflich.

Du kannst diesen Film ändern. Lies die gleiche Mail noch einmal. Stell dir bewusst einen anderen Ton vor: freundlich, ruhig, sachlich interessiert. Vielleicht sogar ein wenig unsicher. Plötzlich wirkt der Inhalt anders. Der Satz bleibt gleich, doch dein inneres Ohr hört etwas Neues. So beginnst du, nicht nur den anderen, sondern vor allem deine eigene innere Stimme zu führen.

Für mich ist das ein stiller Hebel im Topmanagement. Du musst nicht jede Kommunikation im Team neu erfinden. Aber du kannst deine inneren Stimmen trainieren. Gerade bei Menschen, die dich nerven. Weniger Stress, mehr Klarheit, andere Entscheidungen.

Welche Erfahrungen hast du mit solchen „inneren Stimmen“, wenn du Mails oder Nachrichten aus deinem Team liest?

Schreib es mir gerne hier

Bildquelle: RoadLight

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