Warum Geschwindigkeit nicht immer die Lösung ist

Der IT-Geschäftsführer wollte Tempo.

Im Workshop bekam er stattdessen Stille. Und endlich echte Gespräche.

Mein Kunde ist es gewohnt, dass alles schnell geht: Situationen erfassen, entscheiden, nächstes Thema. Ein „IT‑Optimierer“, wie er sich selbst nennt. Klare Logik, klare Tools, wenig Zeit. Doch dann sitzt er mit seinen Geschäftsführerkollegen bei mir im Stuhlkreis. Es geht um Konflikte, Beziehungen, unausgesprochene Spannungen.

Auf einmal hilft Tempo nicht mehr. Wir werden langsamer. Es gilt Schweigen aushalten zu können. Hören, was der andere sagt – und auch das, was er nicht sagt. Genau deswegen geht es dann auch um Emotionen. Frust. Enttäuschung. Verletzungen. Dinge, die nicht in Excelfiles stehen. Und die umso machtvoller den Alltag bestimmen.

Es gilt nicht Schuldige zu suchen. Es gilt den anderen mit seinen bisher unausgesprochenenn Beweg-Gründen zu verstehen – und zugleich die Wirkung des eigenen Verhaltens zu erkennen. Erst dann kann ein Gespräch wirklich offen werden. Sonst bleibt jeder im Verteidigungsmodus.

Nach dem Workshop sagt der IT‑Geschäftsführer zu mir: Für ihn sei das wie eine neue Art von Optimierung. Aber eben nicht von Systemen, sondern von Beziehungen. Er habe gemerkt, wie viel im Team möglich wird, wenn alle einmal langsamer werden und ehrlich sind. Für ihn waren Langsamkeit und Stille im Rückblick kein Zeitverlust, sondern die Voraussetzung für klare und nachhaltige Entscheidungen.

Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Schreib es mir gerne hier

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