Die 2. in den bisher 40 Lebensjahren.
Aber was soll Coaching da helfen?
Ich bin fassungslos und sprachlos:
Ein sehr geschätzter Dienstleister, mit dem ich schon lange und sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten darf, ist persönlich „im Tal der Tränen“ angekommen. Es geht ihm körperlich, emotional und mental so dreckig, wie bisher erst ein weiteres mal in seinem Leben.
Sein Zustand ist nicht akut schlecht, sondern seit mittlerweile 18 Monaten nahe der Nulllinie.
Weil er mir vertraut, wie sonst fast keinem Menschen in seinem Leben, schüttet er mir beim Essen sein Herz aus. Ich höre zu, frage nach um zu verstehen, zeige ihm mein Mitgefühl – und würde ihm wahnsinnig gerne helfen wollen.
Nicht persönlich als Coach. Dafür kennen wir uns aus den gemeinsamen Projekten zu gut. Und ob Coaching bei seiner Verfassung noch die Methode der Wahl wäre, sei dahingestellt. Therapie täte hier Not.
Aber was sagt mein Gegenüber?
„Ja, Johannes, Du machst das immer richtig! So toll, wie Du Dir immer helfen lässt wenn Du in einer Krise steckst. Du machst einfach alles richtig!“
Um dann fast nahtlos mit der Frage fortzufahren:
„Was soll mir ein Coaching jetzt bringen?“
Ganz ehrlich: da enden bei mir Empathie und Verständnis. Das ist, als hätte man sich ein Bein gebrochen, kennt persönlich jemanden, der mit professioneller Hilfe wieder top gesund wurde – und würde doch vor Schmerzen schreien und fragen: Was soll mir ein Arzt jetzt schon bringen?
Ich versteh’ es nicht.
Und ich glaube, ich bin dabei auch mit meiner eigenen Hilflosigkeit konfrontiert. Ich mag diesen Menschen, er ist mir wichtig. Ich sehe ihn leiden, ich fühle mit ihm.
Aber ich kann nichts tun. Die Macht meiner Worte endet an seinen Ohren. Rational ist mir das klar, emotional schwer auszuhalten.
Kennt ihr so etwas? Was sind eure Gedanken dazu? Schreib mir gerne hier