Alle denken, er hat ein tolles Leben. Er selbst sieht das ganz anders.
Erfolgreicher Unternehmer. Wirtschaftlich gut aufgestellt. Eine tolle Familie.
Von außen betrachtet könnte es nicht besser laufen.
Doch im Coaching erzählt er mir, wie es ihm tatsächlich geht.
Im Unternehmen wird ständig etwas von ihm erwartet. Entscheidungen treffen, Probleme lösen, Verantwortung übernehmen. Er muss funktionieren.
Und zu Hause?
Dort erlebt er im Grunde das Gleiche.
Auch dort spürt er Erwartungen und Druck. Auch dort hat er das Gefühl, funktionieren zu müssen.
Dabei würde er sich so sehr wünschen, wenigstens bei seiner Ehepartnerin einfach mal loslassen zu können.
Sich fallen lassen. Zeigen, wie es ihm wirklich geht. Auch mal schwach sein dürfen.
Aber genau das erlebt er in seiner Ehe nicht.
Solche Erzählungen gehen auch an mir als Coach nicht spurlos vorüber.
Weil mir dabei deutlich wird, wie groß manchmal der Unterschied ist zwischen dem, was andere Menschen von einem Unternehmer sehen, und dem, was er selbst innerlich erlebt.
Und auch: Wieviel Kraft es ihn jeden Tag kostet, mit diesem Unterschied zu leben. Ihn aufrecht erhalten zu müssen.
Ich erlebe immer wieder Unternehmer, die nach außen souverän auftreten, gut gelaunt sind und ihr Unternehmen erfolgreich führen.
Und die gleichzeitig innerlich sehr allein sind.
Die kaum jemanden haben, dem sie zeigen können, wie es ihnen tatsächlich geht.
Manchmal frage ich mich, wie lange ein Mensch das eigentlich durchhalten kann.
Falls Sie sich darin wiedererkennen: vielleicht wäre es gut, einmal mit jemandem darüber zu sprechen. Jemandem, bei dem Sie nichts darstellen und nichts beweisen müssen.
Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir.
Bildquelle: Paul Königer