Live-Bericht aus dem Großraumabteil im ICE:
Mir schräg gegenüber sitzt ein Endfünfziger im lebhaften Gespräch mit seinen Kollegen.
Eloquent, gebräunt, schlank, feiner Anzug.
So weit, so normal.
Was nicht normal ist:
Seine sehr edlen Schuhe stehen seit der Abfahrt ordentlich vor ihm auf dem Boden. Leer sozusagen.
Und seine Beine sind nun schon seit über einer halben Stunde in einem Yogasitz verknotet, zu dem ich längst nicht mehr in der Lage wäre.
Schräger Vogel oder Freigeist?
Individualist oder Sonderling?
Peinlich oder beneidenswert souverän?
Ich musste sofort an Führungsteams denken.
Denn genau dort erlebe ich immer wieder denselben Balanceakt:
Wie viel Eigenart hält ein Unternehmen wirklich aus?
Und ab wann beginnt Anpassung genau das zu ersticken, was Unternehmen eigentlich brauchen: Kreativität, Mut und echtes Unternehmertum?
Wer nur „ich mach mein Ding“ kann, ist selten teamfähig.
Wer sich aber über Jahre nur noch anpasst, wird irgendwann zwar angenehm…aber unternehmerisch harmlos.
Und genau da wird es teuer.
Denn Unternehmen brauchen keine glattgebügelten Führungskräfte.
Sie brauchen Menschen, die anecken wollen und dürfen…
und gleichzeitig verbindlich im Team handeln.
Freigeist und Anpassungsfähigkeit.
Nicht entweder oder.
Sondern beides. In einer Person.
Und Hand aufs Herz:
Wie viel echte Eigenart hält Ihr Führungsteam heute aus? Schreib mir gerne hier