Der Weg zurück zum eigenen Kompass

Nach 3 Monaten Coaching sagt der CEO: „Endlich bin ich wieder ich selbst im Job.“

Zu Beginn klang das noch ganz anders. Die Stimme war müde. Die Sätze kurz. Er erzählte von Nächten mit wenig Schlaf, vom Gefühl, nur noch zu funktionieren. Tagsüber ein Termin nach dem anderen, abends noch eine Präsentationen fertig machen, letzte Mails beantworten, Zahlen prüfen.

Doch nach außen lief alles gut! Tolles Ergebnis, starkes Team, klare Strategie. Nur innen sah es anders eben aus. Ziehen im Rücken, Druck im Kopf, der Gedanke: „So halte ich das nicht mehr lange durch.“ Aber gleichzeitig dieser Anspruch an sich: bloß nicht schwach wirken, bloß keine Lücke lassen.

Für mich als Coach wurde es spannend, als er mir von Entscheidungen erzählte, die sich falsch anfühlten: Eine Führungskraft kündigen, die er fachlich und menschlich schätzte. Projekte durchdrücken, obwohl sein Bauch längst Stopp gesagt hat. Und abends wieder am Laptop sitzen, obwohl der Körper längst Feierabend will. Denken, Fühlen und Handeln – auf drei verschiedenen Spuren unterwegs.

Im Coaching sind wir erst mal stehen geblieben. Kein Tool, kein großes Konzept. Nur die Frage: Wo lebst du gegen deine eigenen Werte? Wo treibst du Erwartungen hinterher, die du nie bewusst unterschrieben hast? Nach und nach wurde klar: Er hatte Verantwortung übernommen, die eigentlich anderen gehört. Und er hatte sich selbst aus seinem Kalender gestrichen.

Dann wurde es konkret. Die Umsetzung. Er lernte, Grenzen zu benennen, ohne ein Drama dabei zu empfinden. „Nein“ zu sagen, ohne Schuldgefühl. Entscheidungen so zu treffen, dass sein innerer Kompass mitgehen konnte – auch wenn es außen unbequemer wird. Und er hat Slots in der Woche geschaffen, in denen nicht das Unternehmen, sondern er selbst das Thema ist. Ab Woche vier sagte er: In mir wird es endlich wieder ruhiger.

Sein Team merkt heute den Unterschied. Ihr Chef ist präsenter, hört besser zu, wirkt weniger gehetzt. Konflikte eskalieren seltener, Entscheidungen fühlen sich runder an. Und er selbst sagt: „Ich kann wieder führen, ohne mich zu verbiegen.“

Erkennst du dich in Teilen dieser Geschichte wieder – in diesem Spannungsfeld zwischen Ergebnisdruck und dir selbst?

Schreib mir gerne hier, wenn du was dran ändern willst.

INTERESSE
AN EINEM
EINZEL
COACHING

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